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Verein fĂŒr Hessische Geschichte und Landeskunde
Kassel 1834 e. V.

- Zweigverein Kassel -

VortrĂ€ge, FĂŒhrungen, Exkursionen u. a.

Wir hoffen, mit den angebotenen VortrÀgen und Exkursionen wieder einen grossen Kreis Interessierter erreichen zu können und freuen uns auf gut besuchte Veranstaltungen.
Zu allen unseren Veranstaltungen sind Interessierte herzlich Willkommen,
auch wenn Sie kein Mitglied unseres Vereins sind.

Höhepunkte - mit sehr guter Beteiligung - sind immer wieder unsere Exkursionen:

Tagesfahrt nach Witzenhausen am 18. September 2016
(Fotos und weitere Informationen auf der Seite “Fotos”)
Hans-D. CredĂ© (lange Jahre in Witzenhausen Dekan ) fĂŒhrte uns auf den Spuren der Familie Motz.
Die WitzenhĂ€user Familie Motz gilt als eine der bedeutendsten Familien Hessens. Aus ihr stammen wichtige AmtstrĂ€ger der NachbarstĂ€dte. Die Familie hat große Persönlichkeiten hervorgebracht, die weit ĂŒber die Region hinaus Verdienste erworben haben.
Einer von ihnen ist der Preußische Geheime Staats- und Finanzminister Friedrich Christian Adolf von Motz, 1775 in Kassel geboren und 1830 in Berlin gestorben.
Die Wurzeln der Familie sind in Witzenhausen beheimatet. Ältestes Glied dieser Familie ist Henne Motz, geb. um das Jahr 1440, WitzenhĂ€user BĂŒrger und von Beruf Böttcher.


Unsere Tagesfahrt zum Kloster Haina, am 18. Juni 2016, mit Besichtigung des Zisterzienserklosters
und einer FĂŒhrung durch die aktuelle Tischbein-Ausstellung „Die vergessenen Schwestern“ brachte allen Teilnehmern wieder viele neue Erkenntnisse.
(Fotos und weitere Information auf der Seite “Fotos”)


Im Klosterhof


“Philippstein” in der Klosterkirche

Seit bald 500 Jahren ist in den RÀumen der alten Zisterzienser-Abtei sowie in einer Reihe spÀter hinzugekommener Bauten ein Hospital untergebracht. Zu seinen Patienten zÀhlten immer schon psychisch und geistig behinderte Menschen.
Dr. Horst Hecker, Leiter des dortigen Psychiatrie-Museums, gab uns einen Einblick in die frĂŒheren therapeutischen Behandlungsmethoden im Umgang mit GemĂŒts- und Geisteskranken. Mit einer Zwangsjacke, einem „hohlen Rad“ und anderen GerĂ€tschaften, die heute wie Folterwerkzeuge anmuten, wird dieses kritisch dokumentiert.


Volkmarsen: Ausgerechnet am 4. Juli 2015, dem heißesten Wochenende seit Wetteraufzeichnung, starteten wir zur Erkundung der Geschichte Volkmarsens und der Spuren jĂŒdischen Lebens. Mit der Regionalbahn war die Fahrt geplant, doch Unwetter mit Blitz und Donner setzten das Zierenberger Stellwerk außer Betrieb! Ab Weimar fuhr ein Ersatzbus zum Wolfhager Bahnhof!  Von dort organisierte Herr Ernst Klein, der uns in Volkmarsen erwartete, die Abholung unseres schon etwas erhitzten HĂ€ufleins.
Herrn Klein ist Initiator und Vorsitzender des Vereins „RĂŒckblende – Gegen das Vergessen“. Nach Erfrischung mit Volkmarser Wasser fĂŒhrte er uns durch die schöne Altstadt, wies auf besondere GebĂ€ude hin, brachte uns zu einem Turm der alten Stadtbefestigung, zeigte uns die mittelalterliche Mikwe, die stattliche katholische Kirche sowie einen weiteren alten Gewölbekeller und den alten MĂŒhlgraben, an dem auch Udos Gasthaus „Phönix“ liegt, wo wir mit gutem Essen und kĂŒhlen GetrĂ€nken fĂŒr den weiteren Bildungsrundgang bei 36° im Schatten wieder fit gemacht wurden.
Weiter ging es entlang der Gedenkmauer vor dem alten jĂŒdischen Friedhof in die Villa Dr. Bock, wo noch einmal eine ernsthafte GesprĂ€chsrunde entstand und Herr Klein uns mit der Schilderung seiner Vereinsarbeit und der Ausstellungskonzeption beeindruckte.
Herr Klein und seine Frau haben diesen Tag durch sehr gute Organisation interessant gestaltet und ertrĂ€glich gemacht: ĂŒberall stand eine KĂŒhltasche mit WĂ€sserchen! Wir danken auch Rudi, der uns mit seinem Großraumtaxi nach Kassel brachte und die mĂŒhsame RĂŒckfahrt mit Bus und Bahn zum Abschluss ersparte.


Barockstadt Fulda: Viele Mitglieder, aber auch geschichtsinteressierte Mitreisende, die wir ĂŒber unsere HNA Anzeige erreicht hatten, begrĂŒssten wir am 20. Juni 2015 zur Fahrt in die Barockstadt Fulda und zum Schloß Fasanerie unter der bewĂ€hrten Leitung von Karl-Hermann Wegner, der uns zu „Experten der Fuldaer Geschichte“ machte!
Dem Blick auf das prĂ€chtige Oratorium des einstigen Jesuitenkollegs schloss sich eine kurze FĂŒhrung durch die kulturgeschichtliche Abteilung des benachbarten Vonderau Museums an. Ungeplant, jedoch der dortige Leiter des Museums, Dr. Stasch, erkannte seinen Kasseler Kollegen und lud uns spontan ins Museum ein.

Das Modell der barocken Innenstadt am Bonifatiusplatz zeigt alle SehenswĂŒrdigkeiten aus der ĂŒber 1250-jĂ€hrigen Geschichte im engeren Stadtkern. Der Dom, die bedeutendste Barockkirche Hessens ist das Wahrzeichen Fuldas. Ein  klanggewaltiges Matinee-Konzert auf der Dom-Orgel stimmte uns auf die FĂŒhrung ein. Die benachbarte Michaelskirche (819 bis 822) zĂ€hlt zu den bedeutendsten mittelalterlichen Sakralbauten Deutschlands.

Schloss Fasanerie gilt als Hessens schönstes Barockschloss. Mitte des 18. Jh. als Sommerresidenz der Fuldaer FĂŒrstĂ€bte erbaut, fiel das Schloss im Jahre 1816 an die KurfĂŒrsten von Hessen-Kassel. Noch heute gehört es zum Besitz der Landgrafen und Prinzen von Hessen (‚Kulturstiftung des Hauses Hessen’).
Im Schlossrestaurant wurde uns ein schmackhaftes Essen serviert, bevor wir uns auf den gefĂŒhrten Rundgang (in zwei Gruppen) begaben. 60 SchaurĂ€ume ließen uns einen Hauch der höfischen Wohnkultur des 18. und 19. Jh. eines Sommerschlosses erahnen.
Nach einer belebenden Tasse Kaffee besuchten wir die Propstei Johannesberg, eine schlossartige Anlage, die heute Einrichtungen, der Fortbildungs- und Beratungsangebote im Bereich der Denkmalpflege und Altbausanierung beherbergt. Der Blick vom Ehrenhof, Garten und Terrassen ĂŒber die Stadt Fulda und die majestĂ€tische Silhouette des nahen Rhöngebirges bot  in der Abendsonne einen eindrucksvollen Abschluss dieser Fahrt in die Welt des Fuldaer Barock!


Sonnabend,  16. August 2014
“FĂŒhrung durch Gudensberg, Besichtigung der Obernburg und Mader Heide ”
(Leitung von Friedrich von Waitz)

Mit viel Elan und Fachwissen fĂŒhrte Herr Schmeißing unsere Gruppe (20 geschichtlich und landeskundlich Interessierte) durch die Stadt Gudensberg (Alter Friedhof, Synagoge, Hospital) und ĂŒber die Mader Heide (Ort der Ausgrabungen unter Landgraf Karl).

Nach einem Grußwort des BĂŒrgermeisters ĂŒbernahm uns    Dr. Kettlitz, dessen VortrĂ€ge in Kassel (siehe unter Veranstaltungen - vhs) sehr zu empfehlen sind, und erlĂ€uterte anschaulich die aktuellen Grabungen auf der Burg.


Am 25. Mai 2013
“Exkursion zur Keltenwelt am Glauberg” mit Dr. Andreas Mohr:

WÀhrend der Fahrt von Kassel bis zum Glauberg gab Andreas Mohr, der den historischen Teil der Fahrt betreute, einen umfassenden Einblick in die Kultur-, Wirtschafts-, Sozial- und Religionsgeschichte der keltisch sprachigen Völker- schaften Mittel- und Westeuropas wÀhrend des ersten Jahrtausends v. Chr.
Die Begehung des Glauberg-GelĂ€ndes, das  von der Jungsteinzeit bis ins Mittel- alter bewohnt war, schloss sich bei wunderbarem Wetter an. Die archĂ€ologische Fundsituation weist dort viele Schichten aus kulturell unterschiedlichen Epochen und Siedlungsperioden auf.

Mit Kopfhörer und dem entsprechendem Audio-GerĂ€t - aufgeteilt in zwei Gruppen - brachten uns ausgezeichnete MuseumsfĂŒhrerinnen die Keltengeschichte dieser Gegend anhand von drei GrĂ€berfunden nĂ€her. Das Grabinnere, die Lage der Skelettteile und der Grabbeigaben wie Schmuck, Schwerter, GĂŒrtelschnallen usw. war auf dem Fußboden aufgezeichnet und die Grabbeigaben wunderbar dargestellt in den dazugehörigen SchaukĂ€sten an der Wand.
Auch der Blick von dem rekonstruierten GrabhĂŒgel ĂŒber das GelĂ€nde wurde genossen, bevor wir die Heimfahrt antraten..


Am 24. Juni 2012:
„Klöster und Schlösser an Ems und Elbe“ (Ein Kaleidoskop der Hessischen Geschichte)
Vorbei an der Burgruine Schauenburg, die bereits im Jahr 1143 urkundlich erwĂ€hnt wurde, einem alten jĂŒdischen Friedhof in Breitenbach, entlang des langen RĂŒckens von Falkenstein, und Emser Berg erreichten wir das Kloster Merxhausen (gotische Klosteranlage aus dem 13.Jh.)

Schloß Riede:

Nach wechselvoller Geschichte durch die Jahrhunderte (Errichtung des Schlosses 1563 auf altem Grund im Renaissancestil) und nach vielen  Besitzern wurde das Schloss 2007 von der Familie Dres. Kahl erworben und umfassend restauriert.
Professor Kahl und seine Frau Mutter fĂŒhrten uns durch Haus und Park.
Der Park, 1770 angelegt, ist eine Reminiszenz in klein an den Bergpark Wilhelmshöhe mit Kaskade, TeufelsbrĂŒcke usw.

 

 

 

 

 

Das Steinkammergrab bei ZĂŒschen entstand vor ca. 5.000 Jahren!
Wußten Sie, dass der Verein fĂŒr Hessische Geschichte und Landeskunde, dieses StĂŒck Land seinerzeit dem EigentĂŒmer abgekauft hatte, nachdem Teile dieser alten StĂ€tte beim Ackerbau zu Tage traten, die Ausgrabung vornehmen ließ und es spĂ€ter an den Landkreis verkaufte? 
Weitere Ziele dieser Fahrt: Schloß Garvensburg, Blick auf das elegante Schloß Elberberg, dem Sitz der Familie von Buttlar, die beeindruckende Wehrkirche Balhorns (die Bezeichnung „Freie Evangelische Wehrkirche“ beruht auf dem Widerstand der Gemeinde, die nicht bereit war, sich 1866 dem LandesfĂŒrsten (Preußen) unterzuordnen) und Naumburg: Besichtigung der Stadtpfarrkirche St. Crescentius, einer 3-schiffigen, gotischen Basilika, mit deren Bau im 14. Jahrhundert begonnen wurde.


Am 6. Oktober 2012:
“Adels- und Herrschaftssitze zwischen Kellerwald und Schwalm-” (Löwensteinscher Grund und Gilsatal)
Die Geschlechter von Löwenstein, Treusch von Buttlar-Brandenfels, von Urff und von Gilsa sind hier seit dem 12. und 13. Jahrhundert bis heute ansÀssig und prÀgten die Landesentwicklung.
Mitglieder der Familien öffneten und zeigten uns ihre Höfe, Burgen und Schlösser:

  • Wickershof, Reptich / Jesberg:
    Freifrau und Freiherr von Löwenstein fĂŒhrten uns durch das Herrenhaus und berichteten  bei Kaffe und kalten GetrĂ€nken ĂŒber Geschichte und Zukunft der Familie.
  • Burg (Oberurff-) Schiffelborn: FĂŒhrung mit Professor Dr. von Urff
    Zu sehen ist das sog.- “Langhaus” zwischen Park und noch erhaltenem Burggraben
  • Gilsa, Dr. Friedrich Wilhelm Freiherr von und zu Gilsa begrĂŒsste uns in der Kirche des Anwesens mit einer anschaulichen Beamer-Projektion ĂŒber die Familien- und Burg-Geschichte.
  • In Jesberg-Densberg begrĂŒsste uns der BĂŒrgermeister, Herr Schlemmer, sowie das Ehepaar Margraf und Herr Schmidt, vom Heimat- und Geschichtsverein Jesberg.
    Wir bestiegen den Turm der Burgruine und wurden im Rathaus durch die historische Ausstellung gefĂŒhrt.